"Hyperthyreose" ist keine Diagnose sondern ein Syndrom, dem unterschiedliche Schilddrüsenerkrankungen zugrunde liegen können. Definiert ist die Hyperthyreose durch eine erhöhte Konzentration freier Schilddrüsenhormone *) im Blut. Die klinischen Zeichen der Hyperthyreose können sein:

Schwäche, schneller Puls, innere Unruhe, Schlaflosigkeit, Heißhunger, Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Muskelschwäche und Muskelatrophie, Wärmeempfindlichkeit, Schweißneigung, Durchfall, Zittern, Vergrößerung der Augen.

Eine krisenhafte Verschlimmerung einer Hyperthyreose kann insbesondere nach Jodüberflutung in relativ kurzer Zeit auftreten. Man spricht von einer thyreotoxischen Krise. Diese stellt ein lebensbedrohliches Krankheitsbild dar und bedarf intensivmedizinischer Behandlung.

Affektive Psychosen sind überzufällig häufig mit einer Hyperthyreose assoziiert, ein einheitliches Bild der "thyreotoxischen Psychose" gibt es nicht. Ein Schilddrüsenscreening bei psychiatrisch erkrankten Patienetn ist gerechtfertigt.
 


Ursachen der Hyperthyreose können sein:
Morbus Basedow  -  Autonomie  - Entzündungen**)


*) Die Bestimmung der Schilddrüsengesamthormone kann zu Fehleinschätzungen der Schilddrüsensituation führen, insbesondere dann, wenn gleichzeitig eine Behandlung mit weiblichen Hormonen durchgeführt wird
(z.B. Einnahme der "Pille").
 

**) Schildrüsenentzündungen, insbesondere die subakute Thyreoiditis de Quervain,  können im Anfangsstadium mit einer geringgradigen, vorübergehenden, meist nicht therapiebedürftigen Schilddrüsenüberfunktion einhergehen.